Datum und Uhrzeit des Einsatzes

Sonntag, 31.05.2015, 19:24 bis 21:46 Uhr

 

Brand - Wohnungsbrand

Tangermünde, Luisentraße 25

 

Ausrückende Fahrzeuge / Anhänger der Feuerwehr

-       ELW 1              Einsatzleitwagen mit 2 Kameraden

-       LF 20/16          Löschgruppenfahrzeug mit 6 Kameraden

-       DLK 23/12        Drehleiter mit 2 Kameraden

-       TLF 16/25        Tanklöschfahrzeug mit 6 Kameraden

-       LF 16-TS          Löschgruppenfahrzeug mit 9 Kameraden

Bereitschaft im Gerätehaus

-       12 Kameraden

Eingesetzte Mittel und Geräte

-       Verkehrssicherungsgerät, Kübelspritze, Hochleistungslüfter, 4 x Pressluftatmer, 1 x C-Hohlstrahlrohr, Wärmebildkamera

Anwesenheit anderer Behörden und Einrichtungen

-       Rettungsdienst und Notarzt, Polizei, Kriminalpolizei, Energieversorger, Presse

Kurzbericht

Am Sonntag 31.05.2015 wurde unsere Ortsfeuerwehr durch die Leitstelle Altmark zu einem Wohnungsbrand in die Luisenstraße alarmiert. Die Meldung enthielt auch den Hinweis, dass sich eine Person in der betreffenden Wohnung auf dem Balkon befinden solle. Bereits zur Einteilung der Kräfte und Mittel im Gerätehaus wurde durch den Einsatzleiter entschieden, die Einsatzstelle mit einem erweiterten Löschzug anzufahren.

Vor Ort eingetroffen bestätigte die erste Lage auf Sicht das Alarmstichwort. Es handelt sich um ein Mehrfamilienhaus (Plattenbaustil) mit 10 Mietparteien. Die Anwohner hatten das Gebäude bereits verlassen. Das Treppenhaus war verqualmt. So begab sich ein Trupp unter schwerem Atemschutz, durch das Treppenhaus zur Wohnung im Dachgeschoss zur Menschenrettung. Auf der Gebäuderückseite wurde die Drehleiter in Stellung  gebracht, eine Person befand sich nicht mehr auf dem Balkon. Parallel zum Innenangriff ist ein Lüftereinsatz vor dem Gebäude vorbereitet worden. Die Einsatzstelle wurde gesichert, Rettungsdienst und Polizei befanden sich auf der Anfahrt.

Als der Angriffstrupp die Brandwohnung erreichte ergab die Lage, dass ein auf dem Flur installierter Elektroverteilerkasten brannte. Der Brand hatte augenscheinlich auf die Wohnungseingangstür der dazugehörenden Wohnung übergegriffen, die Tür war geschlossen. So wurde die Brandbekämpfung eingeleitet, unterstützt durch die maschinelle Entrauchung des Flures, über das obere Flurfenster. Der Angriffstrupp hat sogleich die Wohnung geöffnet, hier befand sich die vermisste Frau. Diese sollte nun in Sicherheit gebracht werden, wehrte sich jedoch gegen den Rettungsversuch. Es wurde ein zweiter Trupp  zur Wohnung geschickt, mit gemeinsamen Kräften erreichte die leicht verletzte Mieterin das Freie und wurde dem Rettungsdienst übergeben. Im Folgenden mussten noch zwei Hunde gesucht werden. Diese befanden sich noch in der Wohnung und wurden dort in einen sicheren Bereich verbracht.

Nach 20 Minuten und einer Nachkontrolle mittels Wärmebildkamera war der Brand gelöscht. Der örtliche Energieversorger hat die Elektroanlage für die beiden angrenzenden Wohnungen außer Betrieb genommen. Die Polizei nahm in Verbindung mit der Krimalpolizei nun Ermittlungen zur Brandursache auf. Diese war bis zum Abschluss der Einsatzmaßnahmen vor Ort um 21:15 Uhr noch unklar. Alle Bewohner konnten in Ihre Wohnungen zurückkehren. Die verletzte Mieterin tat dies ebenfalls auf eigenen Wunsch hin.